02.05.2011

WEISS mit neuer Niederlassung in China

   

Mit der Gründung einer Niederlassung in Shanghai, China, geht der Hersteller von Automationskomponenten konsequent seinen Weg der Internationalisierung weiter. Am 2. März 2011 und im Rahmen einer chinesischen Zeremonie öffnete die WEISS-Niederlassung ihre Tore.

 

Der traditionelle chinesische Löwentanz bildete den zeremo­niellen Höhepunkt für den Start der Niederlassung in Shanghai. Wer in dieser Symbolik lediglich eine nette Anlehnung an chinesische Gepflogenheiten sieht, der täuscht sich. Bei WEISS ist sie Programm. Für den Hersteller von Automations­kom­ponenten ist der Gang nach China kein Ausflug, sondern eine strategische Entscheidung. Man nimmt das Land und die Kultur ernst. Alle Mitarbeiter der neuen Niederlassung sprechen fließend chinesisch, fast alle sind Maschinenbauingenieure. Auch Service und Support soll von Shanghai aus in der Landessprache stattfinden. Und ein Ersatzteillager auf chinesischem Boden ist bereits in Planung.

„Die Chinesen sind sehr anspruchsvoll was Qualität und Betreuung angeht. Aus unserer Erfahrung setzt sich auf dem chine­sischen Markt keiner durch, der halbherzig oder mit einem B-Team dort an den Start geht“, erläutert Jens Knölke, Leiter Vertrieb und Marketing bei WEISS, die Asien-Strategie seines Unternehmens.

Die Ernsthaftigkeit des Buchener Unternehmens kommt nicht von Ungefähr. China ist der mit Abstand am schnellsten wachsende Maschinenbaumarkt in der Welt. „Wir sind erst seit kurzem in China aktiv und werden unseren Umsatz hier bis zum Jahresende verdreifachen“, erläutert Knölke die Wachstums-Strategie. „Bis zum Jahr 2014 wird China der größte Exportmarkt für WEISS sein“, so Knölke weiter.

Mit der Niederlassung in Shanghai geht WEISS dieser Zukunft einen großen Schritt entgegen. Die verbes­serte Anpassung an die lokalen asiatischen Gepflogen­heiten ist dabei die wichtigste Triebfeder der unternehmens­politischen Entscheidung – Darwin lässt grüßen. Es geht dabei unter anderem um die Beherrschung von schnelleren Reaktions- und Produktionszeiten und von tendenziell niedrigeren Ausbildungsständen des Fachpersonals. Mit einem eigens entwickelten Schulungs- und Servicekonzept soll die Produktkenntnis erhöht und der traditionelle Qualitätsgedanke von WEISS auch in Asien etabliert werden.

Überhaupt überlassen die Buchener möglichst wenig dem Zufall. Auch der Standort Shanghai wurde mit Bedacht gewählt: Shanghai ist die in China wirtschaftlich stärkste Region, hier ist ein Zentrum der Automobilindustrie und damit auch des Maschinenbaus. Außerdem locken steuerliche Vorteile und eine ausgezeichnete Infrastruktur.

Die in Asien vertriebene Produktpalette besteht aus servo-mechanischen, direkt angetriebenen und rein mechanischen Rundschalttischen. Ebenso aus Handlings und Achsen. „Made in Germany“ ist in Asien nach wie vor ein Markenzeichen. Und auf WEISS trifft dies in besonderem Maße zu: Alle Kompo­nenten werden in nahezu 100%iger Fertigungstiefe am Standort Buchen im Odenwald hergestellt. Bei allem Expansionsgeist: was die Produktion angeht, behält die Bodenständigkeit des Unternehmens aus dem Odenwald die Oberhand.


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